Jan-Eric Schwarzer gewinnt ersten Sparkasse Steher Grand Prix

In einer furiosen Aufholjagd nach einem Motorschaden an der Maschine seines Schrittmachers hat sich Lokalmatador Marcel Barth noch den zweiten Gesamtplatz bei der Premiere des "Sparkasse Steher Grand Prix" gesichert. Zwei Runden musste der Erfurter gleich im ersten Lauf wieder zufahren und ließ dabei viel Kraft für die Zweikämpfe mit dem späteren Gesamtsieger Jan-Eric Schwarzer und dem drittplatzierten Mario Birrer.

1800 Fans hielten den Atem an, als Barth und seinem Schrittmacher Karsten Podlesch das Missgeschick widerfuhr. "So eine Situation gleich im ersten Lauf zu erleben, ist natürlich nicht sehr gut für die Moral. Zumal ich auf Revanche für das erste Steherrennen aus war, welches Mario Birrer vor Jan-Eric Schwarzer gewonnen hatte. Aber die Fans haben mich dermaßen gepuscht und nach vorne getrieben, dass ich die Runden aufholen und sogar noch Vierter werden konnte. Die Atmosphäre war wieder grandios", sagte Barth nach dem Rennen.

Die Zuschauer erlebten zu Beginn des zweiten Laufes allerdings einen müde wirkenden Barth, der nahezu 50 Runden als Letzter um die Bahn schlich. "Da musste ich mich von dem kräftezehrenden ersten Lauf erholen und echt durchatmen", erklärte Barth, dem es damit aber gelang, seine Beine wieder frei zu fahren. In der Folge machte er Position um Position gut und schockte die Konkurrenz mit einem unwiderstehlichen Finale, welches ihm unter dem Jubel der Fans den Laufsieg einbrachte.

Im letzten Lauf setzte er auf eine ähnliche Taktik, attackierte Birrer und Schwarzer jedoch schon etwa 12 Runden vor Schluss mit einem risikoreichen Vorstoß, mit dem er eine große Lücke zu seinen Verfolgern riss. Mutig wehrte er einen Konter von Birrer ab, musste in der letzten Runde aber Schwarzer klein beigeben. "Ich hätte die Zuschauer heute gerne mit einem Sieg belohnt. Ich glaube, ich habe sie heute ganz schön gefordert und ungewollt auf die Folter gespannt. Nach Platz drei im ersten Rennen nähere ich mich langsam der Spitze an. Dieses mal war ich Zweiter, also klappt es vielleicht am 18. Juli beim nächsten Steherrennen hier im Andreasried", blickt Barth bereits voraus.

Das Gelbe Trikot der S+B Signal- und Beleuchtungstechnik für den Gesamtführenden musste der Tagesdritte Birrer an Schwarzer abtreten. In der Steherwertung löst Christian Dippel Helmut Baur ab.

Die Sonderwertung "Weltbeste Bratwurst-Sprint" gewann der Geraer Sascha Damrow. Er sicherte sich bei Halbzeit der Läufe, also nach je 50 Runden, in Summe die besten Platzierungen.

Ein ganz besonderer Erfolg war für die Organisatoren das "Axthelm + Zufall Fette Reifen Rennen" im Rahmenprogramm, bei dem sich 60 Kinder in sechs Altersklassen wie Rad-Stars fühlen, vor einer tollen Kulisse Runden absolvieren und anschließend Pokale und Preise entgegennehmen durften.

Das nächste Rennen findet am 18. Juli mit der "NOVASIB Stehernacht" statt.

Fotos: Holger John | VIADATA

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