Lokalmatador Franz Schiewer gewinnt beim Goldenen Rad

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Stimmung, Spannung, Nervenkitzel - das letzte Steherrennen der Saison im Erfurter Andreasried bot alles, was der Stehersport zu bieten hat. 2300 Zuschauer heizten den Weltklasse-Gespannen rund um das Oval so begeistert ein, dass die Entscheidung für die Gesamtwertung erst im letzten Lauf fiel.

Dabei zeichnete sich bereits in Durchgang eins ab, wie umkämpft das Rennen um den Großen Preis der WBG Zukunft eG sein wird. Lokalmatador Franz Schiewer startete mit seinem Schrittmacher Gerhard Gessler zurückhaltend in die ersten 25km auf der traditionsreichen Erfurter Radrennbahn. Ab Runde 75 aber entwickelte sich ein packender Zweikampf zwischen Schiewer und dem amtierenden Europameister Reinier Honig. Von da an wechselte die Führung permanent und erst das Zielfoto machte in Franz Schiewer den Sieger des ersten Laufs aus.

Als wäre dieses Rennen nicht schon dramatisch genug, entschied Reinier Honig den zweiten Lauf für sich und ließ damit die Entscheidung über den Gesamtsieg bis zum dritten Lauf über die unbekannte Distanz offen.

Nach dem "Weltbeste Bratwurst"-Sprint in Runde 30, den Stefan Schäfer mit seinem Schrittmacher Sven Lohse gewann, entschied die Jury, das Rennen zwanzig weitere Runden fahren zu lassen. Diese Distanz kam Franz Schiewer am meisten entgegen, sodass er auch den dritten Lauf in einem spannenden Rennen gewann und Christoph Schweizer und Reinier Honig auf die Plätze verwies. Mit zwei Tagessiegen sicherte sich das Gespann Schiewer/Gessler auch den Gesamtsieg beim "Goldenen Rad der Stadt Erfurt – um den Großen Preis der WBG Zukunft eG".

Unter die begeisterten Zuschauer mischten sich auch Ex-Biathlet Sven Fischer und Bahnradkönigin Kristina Vogel. Die 28jährige wurde von Erfurts Oberbürgermeister zur Botschafterin der Landeshauptstadt ernannt. In dieser Funktion wird sie auch weiterhin mit ihrem Netzwerk für ihre Heimatstadt Erfurt werben.

"Alle drei Steherrennen des Jahres 2019 auf der Radrennbahn im Erfurter Andreasried haben gezeigt, dass die Radsportfans hungrig sind nach diesem Spektakel", sagte Veranstalter Jörg Werner nach dem Rennen. Gleichzeitig hofft er auf ungebremste Euphorie im nächsten Jahr.


BILDERGALERIE

Fotos: Karina Heßland-Wissel


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